Die Bedeutung von Brustumfang für Ihre BH-Größe

Die korrekte BH-Größe zu ermitteln, ist fundamental für Tragekomfort und Unterstützung. Während der Körbchenumfang die Oberweite abdeckt, definiert der Unterbrustumfang die Basis des BHs und bestimmt maßgeblich die Größe. Viele Frauen messen nur ihren Brustumfang (über die Brustwarzen) und vernachlässigen den entscheidenden Unterbrustumfang, was oft zu einer falschen Passform führt.

Ein BH, der am Unterbrustband drückt, hochrutscht oder einschneidet, ist meist falsch dimensioniert. Der Unterbrustumfang ist die Grundlage für die Bundweite Ihres BHs. Er gibt an, wie eng oder locker der BH unter der Brust sitzen sollte. Eine präzise Messung dieses Umfangs stellt sicher, dass das Unterbrustband horizontal und fest anliegt, ohne zu verrücken.

Die Grundlage für jede BH-Größe bildet eine exakte Messung.

Die Kombination aus korrekt gemessenem Unterbrustumfang und der Differenz zur Oberweite ergibt schließlich die Cup-Größe. Das Verständnis dieser beiden Messwerte ist der Schlüssel zur Entschlüsselung von BH-Größentabellen und zur Wahl eines Modells, das sowohl stützt als auch bequem sitzt.

  • Der Unterbrustumfang bildet die Basis für die BH-Größe.
  • Ein gut sitzender BH verrutscht nicht und schneidet nicht ein.
  • Die Cup-Größe ergibt sich aus der Differenz zwischen Ober- und Unterbrustumfang.

Wie der Brustumfang zur BH-Größe beiträgt

Ihr Brustumfang – gemessen über die stärkste Stelle der Brust, typischerweise die Brustwarzen – gibt Aufschluss über die benötigte Körbchengröße. Die tatsächliche BH-Größe setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Unterbrustumfang (der Zahl, z.B. 75, 80) und der Cup-Größe (dem Buchstaben, z.B. B, C, D). Der Unterbrustumfang wird direkt gemessen, während die Cup-Größe anhand der Differenz zwischen dem gemessenen Brustumfang und dem Unterbrustumfang bestimmt wird. Eine größere Differenz bedeutet eine größere Cup-Größe bei gleichem Unterbrustumfang.

Schritt-für-Schritt: Brustumfang korrekt ausmessen

Um Ihre BH-Größe präzise zu bestimmen, ist das korrekte Ausmessen Ihres Brustumfangs unerlässlich. Dieses Vorgehen erfordert Sorgfalt und die richtige Technik. Nur so erhalten Sie Werte, die einer verlässlichen BH-Größentabelle zugeordnet werden können.

Benötigte Materialien und Vorbereitung

Sie benötigen ein flexibles Maßband, das sich gut an den Körper anschmiegt. Tragen Sie dabei am besten einen gut sitzenden, ungefütterten BH. Ein zu enger oder zu weit schwingender BH kann das Messergebnis verfälschen. Alternativ kann die Messung auch ohne BH erfolgen, wenn Sie eine klare Orientierung über die stärkste Ausdehnung der Brust haben. Stellen Sie sich gerade hin und halten Sie das Maßband parallel zum Boden.

Die Messung des Unterbrustumfangs

Wickeln Sie das Maßband direkt unter Ihrer Brust, dort wo der BH-Bund normalerweise sitzt. Das Band sollte straff anliegen, aber nicht einschneiden. Achten Sie darauf, dass es auf dem Rücken gerade verläuft und nicht nach unten abfällt. Lesen Sie den Wert in Zentimetern ab. Dieser Wert entspricht Ihrer Unterbrustweite und ist die Basis für die Zahl Ihrer BH-Größe (z.B. 70, 75, 80).

Tipp: Messen Sie lieber zweimal nach, besonders wenn Sie sich unsicher sind. Ein kleiner Unterschied kann bei der BH-Größe bereits eine Rolle spielen.

Die Messung des Brustumfangs (Oberweite)

Nun messen Sie den Brustumfang an der weitesten Stelle Ihrer Brust, meist über die Brustwarzen. Auch hier sollte das Maßband locker, aber gerade und parallel zum Boden verlaufen. Es darf nicht drücken oder Falten werfen. Lesen Sie den Wert ebenfalls in Zentimetern ab. Dieser Wert gibt Auskunft über die benötigte Cup-Größe.

Die Berechnung der BH-Größe

Die ermittelten Werte für den Unterbrustumfang und den Brustumfang werden nun verwendet, um die endgültige BH-Größe zu bestimmen. Subtrahieren Sie den Unterbrustumfang vom Brustumfang. Die Differenz in Zentimetern korreliert mit der Cup-Größe gemäß einer BH-Größentabelle.

Die präzise Messung ist der erste und wichtigste Schritt zur Entdeckung Ihrer perfekten BH-Größe.

Die Kombination aus beiden Messungen ist entscheidend. Vernachlässigen Sie nicht einen der beiden Werte, denn erst das Zusammenspiel von Unterbrust- und Brustumfang liefert das vollständige Bild für die Wahl des richtigen BHs.

Von Maßen zur passenden BH-Größe: Tabellen und Feinheiten

Nachdem Sie Ihren Brustumfang und Unterbrustumfang korrekt ermittelt haben, ist der nächste logische Schritt die Zuordnung zu einer standardisierten BH-Größe. Hierbei spielen BH-Größentabellen eine zentrale Rolle, doch es gibt auch weitere Faktoren zu berücksichtigen, die über reine Zahlen hinausgehen.

BH-Größentabellen verstehen

Eine typische BH-Größentabelle listet den Unterbrustumfang in Zentimetern auf der einen Achse und die Differenz zwischen Ober- und Unterbrustumfang (die Cup-Größe) auf der anderen. Zum Beispiel: Ein Unterbrustumfang von 75 cm und eine Differenz von 12-14 cm ergeben die BH-Größe 75B. Eine Differenz von 14-16 cm wäre 75C, und so weiter. Diese Tabellen sind ein exzellenter Ausgangspunkt, doch sie repräsentieren Durchschnittswerte.

Die Bedeutung der BH-Passform

Es reicht nicht aus, nur die Zahlen zu kennen. Die tatsächliche Passform eines BHs wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Schnitt und Modell: Ein Push-up-BH sitzt anders als ein Bralette oder ein Minimizer.
  • Material: Die Elastizität und Dicke des Stoffes können die Passform beeinflussen.
  • Markenvariationen: Hersteller verwenden oft leicht unterschiedliche Leisten, sodass eine Größe bei einer Marke anders passen kann als bei einer anderen.
  • Körperbau: Die individuelle Brustform und -dichte spielt eine Rolle.

Der Bund ist das tragende Element eines BHs. Achten Sie darauf, dass der BH-Bund auf gleicher Höhe mit den Cups sitzt und nicht hochrutscht. Wenn der Bund hochrutscht, ist die Unterbrustweite wahrscheinlich zu groß, selbst wenn die Cups passen.

Praktische Tipps für die Auswahl

Wenn Sie einen neuen BH anprobieren, sollten Sie die folgenden Punkte prüfen:

  • Der Mittelsteg: Er sollte flach auf dem Brustbein liegen und nicht abstehen.
  • Die Cups: Die Brust sollte vollständig im Cup umschlossen sein, ohne dass Stoff überläuft oder Falten wirft.
  • Die Träger: Sie sollten bequem sitzen und nicht einschneiden oder von den Schultern rutschen. Sie sind primär zur Unterstützung da, nicht zum Tragen des gesamten Gewichts.

Nutzen Sie die ermittelten Maße als Richtlinie. Das Anprobieren verschiedener Größen und Modelle ist oft unumgänglich, um den für Sie idealen BH zu finden. Vergleichen Sie die Werte mit den spezifischen Größentabellen der Marken, die Sie in Betracht ziehen.

Häufige Messfehler und wie man sie vermeidet

Beim Messen des Brustumfangs zur Ermittlung der BH-Größe schleichen sich oft kleine Fehler ein, die zu einer unpassenden Größe führen können. Das Bewusstsein für diese Fallstricke hilft Ihnen, präzisere Ergebnisse zu erzielen und Frustration bei der BH-Wahl zu vermeiden.

Messfehler bei der Unterbrustweite

Ein häufiger Fehler ist, das Maßband zu locker anzulegen. Es muss straff sitzen, um den tatsächlichen Bundumfang zu erfassen. Wenn das Band auf dem Rücken Falten wirft oder herunterhängt, ist es zu locker. Umgekehrt kann ein zu starkes Einschnüren die Messergebnisse verzerren und eine zu kleine Unterbrustweite suggerieren. Stellen Sie sicher, dass das Band parallel zum Boden verläuft und überall gleichmäßig anliegt.

Fehler bei der Oberweitenmessung

Auch bei der Messung der Oberweite können Fehler auftreten. Das Maßband sollte locker genug sein, um bequem über die stärkste Stelle der Brust zu passen, aber nicht so locker, dass es Spielraum hat. Achten Sie darauf, die Brustwarzen bei der Messung zu umschließen. Manche Frauen neigen dazu, sich beim Messen nach vorne zu beugen, was das Ergebnis verändern kann.

Die größte BH-Größe mag verlockend sein, aber sie ist selten die Lösung für Passformprobleme.

Das Vernachlässigen der Markenunterschiede

Eine vermeintlich korrekte Messung garantiert nicht automatisch die perfekte Passform bei jedem BH. Verschiedene Hersteller haben unterschiedliche Schnittmuster und Leisten. Eine Größe, die bei einer Marke gut passt, kann bei einer anderen zu eng, zu weit oder einfach unbequem sein. Daher ist es ratsam, immer die spezifische Größentabelle des jeweiligen Herstellers zu konsultieren und bei Bedarf auch benachbarte Größen anzuprobieren.

Was tun bei Unsicherheiten?

Wenn Sie sich nach dem Messen und Vergleichen immer noch unsicher sind, ist die Anprobe der wichtigste Schritt. Besuchen Sie ein Fachgeschäft, um sich professionell vermessen und beraten zu lassen. Dort können Sie verschiedene Modelle und Marken vergleichen, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Ihnen am besten steht und passt. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie eine neue BH-Marke ausprobieren oder Ihre Körperform sich verändert hat.